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MediaComposer Updated

Weihnachten ist schon ein paar Tage vorrüber…. für alle die – wie ich – den 24. verschlafen haben eine kurze Zusammenfassung was sich beim neuen MediaComposer an Features hinein geschwindelt hat.

Natives 4k Editing, Echtes Background Rendering, DNxHR Codec, High FrameRate Editing (siiiiick!), neues Licensing, neues Farbmanagement (darunter BT.2020), DPX I/O, neue Filter & BinViews, Multicam 3D (wtf), neues AAF,  …..

Mehr dazu bei Avid.com

Was noch fehlt in X….. oder: Das brauchen wir noch sonst geht gar nix!

Jene die noch immer dem Mob nachrennen und noch immer nicht mit X warm werden sollen sich mal hinsetzen. X ist so weit. Punkt. Ganz egal was noch alles „fehlt“… es ist komplett. Und wenn dann Feature Vergleiche mit Premiere kommen möchte ich nur sagen: Ich habe auf Premiere gearbeitet da musste man ein Preview rechnen um überhaupt einen Schnitt beurteilen zu können. Also mal Ruhe hier.

Die im Netz publizierten Feature Requests haben sicher alle einen Anspruch auf Berechtigung….. je nach Verwendungszweck… aber welche Software hat das denn nicht ?  Sind die Listen für Premiere, Lightworks und Avid denn kürzer ? Sind diese NLEs denn Fehlerfrei oder gegen Anfälligkeit immun ? Sind diese Bugfree ?

Im Grunde geht es einzig darum ein homogenes System in einem homogenen Umfeld zu seinem Arbeitsplatz zu erkoren. Mensch & Maschine verwachsen zu einer Einheit und machen das einzig wahre sinnvolle: Sich auf die Story zu konzentrieren.

Und wenns dann mal ein Update gibt dass sich auszahlt dann rauf damit. Ansonsten mach ich was alle Cutter tun: Abwarten und Kaffe trinken, wenn auch die Tassen mit X kleiner werden.

Das „neue“ Tool fürs Finishing ? BlackmagicDesign kauft Fusion.

„Eyeons Fusion gibts ja schon seit ewig… das kann man ja nimma brauchen“ sagte mir unlängst ein Producer. Tja, leider lag er dabei falsch, zumindest meiner Ansicht nach.

Fusion gilt bis heute als das erste Node-Based Compositing Tool. Und das heist mal was. Wenige Werkzeuge haben sich meiner Erscheinung in diesen seit jeher effektgeplagten Medien gehalten. Der Vergleich zwischen der V1.1 aus dem  Jahre 1996 und dem heutigen Tool hinkt zwar ein wenig…. aber man bedenke das aussterben von Shake und einigen anderen in dieser Branche die mit Node-Based Compositing besten falls experimentiert haben.

So nebenbei entwickelt Eyeon auch noch „Generation“, ein Assettmanagementsystem für CGI inkl. 4k Playback (!), Rotoscoping sowie einige Bridge Tools die Ihresgleichen suchen.

Was macht BlackmagicDesign nun damit ?  Release 10 von DaVinci hats klar vorgegeben wohin Grant Petty will: ins Finishing. Demnach werden wir wohl auf der IBC2015 DaVinci 12 sehen. Mit voller Compositing Integration. That´s it. Für die NAB wird sich das wohl kaum ausgehen…. bedenkt man die Zyklen die Blackmagic momentan beschäftigen.

Zusammen Arbeiten

Wenn mans wieder mal eilig hat und im Schnitt nichts weiter geht empfiehlt sich die Erkenntnis schon in der Planung an ein Schnittsystem zu denken welches das Bearbeiten eines Projektes an mehreren Edits erlaubt.

Grundlegend haben hier alle Hersteller ihre Pro & Cons:

Avids MediaComposer erlaubt s.g. echtes Projectsharing, dabei arbeiten die einzelnen Edits im selben Projekt, haben aber nur Leserechte auf den Bin des jeweils Anderen. Um die Sendung zusammen zu führen benötigt es einen Master-Edit der die einzelnen Teile zusammenfügt und so einen kompletten Beitrag erstellt.

Seitens Premiere läuft seit Einführung von Anywhere die Sache ähnlich.

Apple Final Cut Pro 7 erlaubt kein klassisches Projectsharing, allerdings kann man sich die Logistik für so eine Infrastruktur ähnlich wie bei Avids Umsetzung vorstellen. Weiters sei in diesem Zusammenhang auch EditShare erwähnt, welche diese Logistikals bisher einzige in Ihrem Serversystem umgesetzt haben.

Was bringts also über die einzelnen Schnittsysteme zu diskutieren wenn doch eh alle das Süppchen mit demselben Wasser kochen ?

Apple is bekannt als Inhaber von einzigartigen Patenten in vielen Bereichen. Unter anderem auch für die Technologie hinter der eindrucksvollen Glasfasade an der Ecke 5th & CentralPark. Eines dieser Patente umfasst die Logik wie mehrere Personen an einer gemeinsamen Timeline arbeiten. Dazu wird – lt. US 8,769,421 – die Timeline in einzelne Segmente unterteilt, welche danach an einzelne Arbeitsplätze zugeteilt werden. Je ein Cutter kümmert sich – wie bisher-  um den Beginn, die Mitte & das Ende des Beitrages, ohne aber einen zusätzlichen Schritt durch die Zusammenführung der Teile vornehmen zu müssen. Man ist quasi immer mit einer MasterSequence an der Arbeit. Geile Sache

Für die Techniker empfehle ich diese Lektüre…

Für die Aussteiger bei diesem Thema…

Arris Metadaten Streich

Wer schon mal mit Metadaten zu tun hatte wird sich über diese Nachricht freuen: Arri hat es mit dem letzten Softwareupdate geschafft den Oscar in „Best Metadata“ zu gewinnen.

Diese beinhalten neben dem „Üblichen“ (CameraSerial, Settings, Whitebalance, ….) sogar noch den genauen Linsentyp. Und dass kann sich wirklich sehen lassen: Verschiedene Optiken haben verschiedene Farbspektren, die – sofern sie mal ausgemessen wurden – in jeder Post Beachtung finden. Verknüpft man diese mit dem richtigen Setting im Gradingsystem ergibt dies einen unschlagbaren Geschwindigkeitsvorteil im gesamten Arbeitsprozess des DI.

Weiters erspart sich der VFX-Mann noch ein weiteres aufnehmen der Settings. Halt, falsch!   Die Höhe der Kamera wird halt doch noch nicht Aufgezeichnet.

Download des Softwarepackes bei Arri®.